Dienstag, 19. November 2013

Der Doctor im Laufe der Zeit


Zuerst möchte ich mich die rege Teilnahme an meinem Gewinnspiel bedanken.

 Ich freue mich, dass es auf so viel Zuspruch getroffen hat und ich schon so viele Einsendungen bekommen habe. 
Hier möchte ich jedoch einmal auf einen kleinen Schnitzer in einer der Fragen hinweisen, den bis jetzt nur zwei Leute erkannt haben. 
(Keine Sorge die anderen zähle ich auch, da sie dennoch richtig sind) 
Diese beiden bekommen ein extra Los in den Topf.  
Also beachtet, eine der Fragen, ich verrate nicht welche ;), ist nicht so einfach, wie es zuerst den Anschein hat.   

Ein kleiner Überblick

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Um gleich Ungereimtheiten auszuräumen ein kleiner Hinweis zu meiner Begrifflichkeit: 
Ich bezeichne den Doctor, immer in der englischen Schreibweise. Dies hat sich bei mir so eingebürgert und alles andere sieht komisch aus. Wenn ihr was dagegen habt: Pech ;)
Des weiteren benutze ich auch sonst die englischen Begriffe, wie Companions, Time War oder Bowtie. Bei den Doctoren verwende ich sowohl den Namen des Schauspielers, wie auch die Zählung (Ich nenne den zehnten Doctor jedoch nicht Ten) Dies gab schon zu mancher Streiterei, weshalb ich es so handhabe. So ich glaube das war das wichtigste. Wenn ihr noch Fragen habt, dann fragt sie einfach, ich antworte gerne. 

Hintergründe:
Der Doctor gehört zu den Timelords, einer außerirdischen Spezies von dem Planeten Gallifrey, der als ein Planet mit orangem Himmel, zwei Sonnen, rotem Gras und silbernen Blättern dargestellt wird. Die Timelords gehören zu einer der mächtigsten und ältesten Wesen im Universum, welche die Macht über die Zeit erlangt haben. So können sie, natürlich an Regeln gebunden, in der Zeit reisen und Brüche in der Zeit reparieren.
Während des Time Wars wurden die Timelords, sowie ihre Gegner die Daleks (Mehr oder weniger) vollständig ausgelöscht.
Der Doctor ging als (scheinbar) einziger Überlebende aus diesem Krieg hervor. Den wahren Namen des Doctors hat man bis jetzt noch nie erfahren. Den Namen oder Titel ,,The Doctor“ hat er sich selbst gegeben, was bezeichnet ist für seine Person. Dies haben auch alle Regenerationen bis jetzt verinnerlicht und ausgelebt.
Da man bereits in der ersten Folge auf die Enkelin des Doctors trifft, ist wohl klar, das dieser eine Familie hat beziehungsweise hatte. Er hatte eine Tochter, die ebenfalls im Time War gestorben war.

The Doctor
Als der William Hartnell am 23.11.1963 zum ersten Mal als Doctor auftrat, war dies der Beginn einer Legende, die nun ihren 50. Jahrestag feiert.

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Der erste Doctor zu Beginn an ein mürrischer, oft strenger Mann, der einem immer an seinen eigenen Großvater erinnerte. Er ist sehr weise, mit beinahe kindlichen Zügen. Er ist besonders den Menschen gegenüber, zu Beginn der Serie Barbara und Ian, misstrauisch und verhält sich manchmal unfair ihnen gegenüber.


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Erst im Laufe der Serie lernt er sich zu öffnen und auch anderen zu vertrauen. So entwickelte er mit Zeit sogar eine starke Bindung zu seinem Companions. Dies erkennt man zum Beispiel daran, dass er traurig und sogar wütend darauf reagierte, dass die beiden ihn wieder verlassen, als die Tardis in einer Episode zufällig wieder in ihre Zeit zurückkerhte.
Während einer schweren Krankheit, die William Hartnell dazu veranlasste die Rolle als Doctor aufgeben zu müssen, entschieden sich die Macher für eine eher unkonventionelle Möglichkeit die Serie dennoch fortführen zu können, die Regeneration.


Eine besondere Eigenheit der Timelords ist es, sich kurz vor ihrem Tod, selbst zu regenerieren, um diesen zu entkommen.  Diese ist nicht nur äußerst schmerzhaft, dabei verändert sich seine Person, seine Aussehen und sein Charakter, jedoch behält er die früheren Erinnerungen. Die Regeneration ist normalerweise aber auf eine Anzahl von 12 beschränkt.

Als zweiter Doctor trat Patrick Troughton auf. Aus dieser Zeit sind leider die höchste Anzahl Folgen verlorenengegangen. Dieser ist auf der einen Seite sehr kindlich, aber kann mitunter äußerst schroff sein. Dieser Doctor trifft zum ersten Mal auf die Cybermen, neben den Daleks eine der ikonenhaften Monster/ Feinde dieser Serie.

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Der dritte Doctor, gespielt von Jon Pertwee ist der autoritärste Doctor, der vor allem wissenschaftlich orientiert war. Er verbrachte die meiste Zeit auf der Erde, wo er mit UNIT (United Nations Intelligence Taskforce) zusammenarbeitet. In der Folge ,,The Three Doctors“ in welcher die drei verschiedenen Doctoren aufeinandertreffen, bezeichnet der erste die späteren beiden als ,,a dandy and a clown", wobei sich der ,,Clown“ auf den zweiten Doctor und ,,Dandy“ auf die dritte Regeneration bezieht.

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Es folgte wohl der bekannteste und am häufigsten adaptierte Doctor überhaupt. Tom Baker verkörpert hier, als großen Gegensatz zu Jon Pertwees, einen geradezu albernen Doctor.
Er ist der mitfühlenste und charmanteste der bisherigen Doctoren, der aber auch verschlossen und grüblerisch sein kann. Ein immerwährendes Merkmal dieses Doctors ist sein langer Schal, seine braunen Locken und seine Liebe für Jelly Babies.
Besonders mit seiner Begleiterin Sarah Jane Smith, mit welcher er in tiefer Freundschaft verbunden war, bildete er eines der beliebtesten Paare dieser Serie.

http://thehorroroffanblog.blogspot.de


Der fünfte Doctor, gespielt von Peter Davison, war eine gut aussehende Inkarnation des Doctors, dessen Kleidung an die Uniform eines Cricketspielers zu Zeiten König Edwards angelehnt war.
Er war ein verletzlicher, emotionaler und pazifistischer Doctor.
In einer späteren Minisode, erfährt man das die
zehnte Regeneration (David Tennant) sich an diesem orientiert hatte. So setzte dieser sich eine Brille auf, ohne sie nötig zu haben, um cleverer auszusehen.






Als krasser Gegensatz zu diesem eher leisen Doctor, zeigte Colin Baker einen grellen Doctor. Dies spiegelte sich unter anderem in seiner Kleidung wider, die sehr bunt und zusammengewürfelt daherkommt, Colin Baker selbst beschrieb dies als „eine Explosion in einer Regenbogenfabrik“
Er hielt sich selbst für seine bisher beste Inkarnation und lebte diese auch aus. Aus diesem Grund war er oft egoistisch und rücksichtslos.
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Ebenfalls einer der bekanntesten Doctoren stellte Sylvester McCoy dar. Dieser Doctor macht im
Laufe der Zeit die größte Veränderung durch.
Zu Beginn ist er eher tollpatschig , wobei es sich auch mal selbst in Gefahr bringt, doch entwickelt er sich zu einem klugen Strategen, der im Hintergrund die Fäden zieht.
Nun folgte erst einmal eine längere Pause, bevor der achte Doctor im Form eines Filmes wieder in Erscheinung trat.
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Hier wird dieser von Paul McGann dargestellt, der fröhlich und lebensfroh daherkommt. Leider tritt dieser Doctor nur in diesem einen Film auf, in welchem er, meiner Meinung nach, sein volles Talent nicht ausschöpfen konnte, doch es gab darüber hinaus einige Bücher und vor allem Hörbücher, die seine Erlebnisse weiter erzählen.

2005 endlich trat die Serie endlich wieder in Erscheinung. Die ab jetzt als ,,New Who“ bezeichneten Episoden beginnen mit ihrer Zählung wieder bei der ersten Staffel.


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Als erster Doctor dieser ,,neuen“ Serie, wird Christopher Eccleston vorgestellt. Er ist ein eher ruhiger Doctor, der trotz seiner Scherze mitunter sehr melancholisch daherkommt. Aber auch er kann sehr schroff in Umgang mit Menschen sein.
Von ihm erfährt man auch zum ersten Mal, dass durch sein Eingreifen die gesamte Spezies der Time Lords und der Daleks vernichtet wurde.


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Dem zehnten Doctor der von David Tennant leben eingehaucht bekam, gehört zu den beliebtesten Doctoren überhaupt.
Er ist ein witziger, meist gut gelaunter und charmanter Doctor, der jedoch auch sehr
dunkle Moment hat.
So sagt er selbst, kurz nach seiner Regeneration, er sei nun ein Mann, der keine zweiten Chancen gibt.
Ähnlich seiner letzten Regeneration benutzt er keine Waffen und vertraut keiner militärischen Organisation. Er ist bekannt für seinen Ausspruch Allons-y, was so viel heißt, wie ,,Auf geht´s"

Seine, bis jetzt letzte Regeneration, ist der elfte Doctor, gespielt von Matt Smith. Anders als die letzten beiden, wirkt dieser, als hätte er die Last des Time Wars mehr oder weniger überwunden. Er sticht vor allem durch seine sehr kindliche und witzige Art hervor, die zu seiner sehr jungen Gestalt passt. Jedoch merkt man ihm genauso sein bereits hohes Alter an, was ihm mitunter einen verschrobenen Ausdruck verleiht. Sein Verhalten gegenüber seinen Feinden kann mitunter rücksichtslos, brutal und rachsüchtig sein. Sein Verhältnis zu seinen Companions hingegen ist hier besonders stark ausgeprägt. Anders als bei den anderen Companions kehrt dieser Doctor immer zu Amy und Rory zurück, statt durchgehend mit ihnen zu reisen.

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Dies war ein kleiner Überblick über die Doctoren, der doch ganz schön lang geworden ist und dabei bin ich nicht einmal auf die Serie selbst eingegangen. Aber keine Sorgen, dass werde ich auch noch. Zur Not muss ich noch einen Tag dranhängen ;)


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Morgen erst einmal werde ich auf einige der beliebtesten Companions eingehen, der Artikel wird dann nicht ganz so lang ;)

Ich hoffe ihr findet meine Erläuterungen ganz ok, wenn nicht, würde ich gerne eure Meinung zu den einzelnen Doctoren wissen.
Außerdem würde ich natürlich gerne wissen, welcher euer Lieblingsdoctor ist?
Meiner ist, jetzt verdrehen sicher einige die Augen, David Tennant als der Zehnte. Aber auch William Hartnells Doctor mochte ich sehr gerne. 

 Copyright © Julia

Kommentare:

  1. Huhu ;)

    Klasse Bericht.Hatte vieles nicht gewusst. Ich bekomme einfach nieeee genug, egal in welcher Form ^^

    David Tennant ist nicht von schlechten Eltern. Das is wahr. Der Liebling von meinem Freund, der genauso Doctorverrückt ist wie ich. Ein Glück ;-)
    Davids Hang zur Dramatik ist unschlagbar. Wie er immer ein Thema mit seinem "aaahhhhrrchhh" bei Seite schiebt. Keiner ist so schön traurig, durchgeknallt und charismatisch.

    Chistopher Ecclestone war zum Beispiel auch ein klasse Doctor, auch wenn ich bei seinen Episoden nicht ganz so emotional mitgefiebert hab. Da is mir eher Rose ans Herz gewachsen.

    Doch mein Favorit ist Matt Smith. Ich liebe seine Art. Ach, Einfach alles an ihm.
    Einzigartig bei Matt ist, sein verwirrter Gesichtsausdruck. Und wie besonders er seinen Kopf dreht, um von untenher die Leute anzuschauen, wenn ihm gerade was ganz banales ein/aufgefallen ist. Einfach Himmlisch ^^
    Matt is mein absoluter Doctor-Favorit. Ganz klar ;-) Mir wird ja jetzt schon schlecht wenn ich nur an seine Regeneration und damit seinem verschwinden denke :( *flenn*

    Aaabbbeeerrr wir gehen das alles sehr positiv an und freuen uns auf jeden Doc. der noch kommen wird. Bin ja mal gespannt wie die Machern einen 14ten Doctor erklären wollen ^^

    In diesem Sinne einen schönen Abend und Lg aus der TARDIS ;-)

    PS.: Mail is heute erst raus :( Wurde gestern doch zu spät.

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  2. Wunderschöner post! *_*
    Ich kenne die Serie leider erst seit dem Christopher Eccleston der Doctor ist. Von meinen Mann (Jahrgang 1966) wusste ich ja schon das es die Serie vorher schon gab, aber hab mich Zeitlich leider nicht darum kümmern können mehr von den vorherigen zu erfahren.

    Einen lieblings Doctor... hm... eigentlich ist das für mich persönlich schwer zu sagen, da alle Doctors etwas besonderes an sich haben.

    @Sasija Neumann: River wurde doch von der Stille benutzt um den Doctor zu töten, bevor sie ihn wirklich kannte. Als sie merkte was sie ihn angetan hat, hat sie doch all ihre Leben für ihn aufgebraucht um ihn zu retten. So werden die Macher auch den 14ten Doctor erklären. ...

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  3. Hi,

    bin gerade dabei die erste Staffel von Dr. Who zu schauen. Die erste Folge hat mich noch nicht überzeugen können, die zweite fand ich schon viel besser und nach der dritten (wo sie auf Charles Dickens treffen) hat mich überzeugt <3

    Liebste Grüße,
    Kasia

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