Freitag, 4. Juli 2014

Silber

Wie lange haben wir auf diese Fortsetzung gewartet? Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an. 
Nun endlich geht Livs Abenteuer in der Welt der Träume weiter.
Das erste Buch hat mir sehr gut gefallen, umso höher waren meine Erwartungen an dieses Buch. 
Ob diese gerechtfertigt waren oder ich doch enttäuscht wurde, erfahrt ihr in dieser Rezension.


Silber
Das zweite Buch der Träume 

 

Kerstin Gier
416 Seiten
FISCHER FJB; Auflage: 2 (23. Juni 2014)



Beschreibung:

 

Das zweite Buch der Träume ist die fulminante, spannende Fortsetzung der SILBER-Trilogie.
Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?
Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts … amazon.de

Inhalt:

 

Wie auch bereits im ersten Teil sind die Personen in diesem Buch wieder durchgehend wunderbar gestaltet und entweder total liebenswürdig oder halt total hassenswert. Dies gilt besonders für Livs neu dazugewonnene Großmutter, die nicht nur Vorurteile gegen Amerikaner, sondern auch gegen Deutsche hegt und Liv und ihre Schwester Mia deshalb doppelt hasst. So toll Livs Familie, insbesondere Grayson (Team Grayson!), Mia und Lottie dargestellt sind, so sehr hatte ich manchmal Probleme mit Liv selbst. Manche ihrer Handlungen und Gefühle kann ich einfach nicht nachvollziehen, geschweige denn verstehen. Generell ist sie eine wirklich schöne Hauptperson, aber teilweise hat sie mich einfach nur genervt. In einem Moment tut sie etwas aus Überzeugung, nur um sofort einzuknicken, wenn Kritik hagelt, statt, wie ihre, mir deutlich sympathischere, Schwester für das einzustehen was sie tut. Henry ist eine Figur mit der ich schon im ersten Buch wenig anfangen konnte und mir in diesem teilweise richtig unsympathisch wurde. Dies wurde dadurch verstärkt, dass scheinbar alles versucht wurde ihn besonders nett und liebenswert rüberbringen zu wollen, was bei mir jedoch eher den gegenteiligen Effekt hatte.
Dieses Buch schließt sich direkt an den Vorgänger an, hat jedoch deutlich an Fahrt verloren. Während das erste Band von dem Ungewissen, der Träume und der Geheimnisse gelebt hat, geht dies in diesem komplett verloren. Das Träumen ist einfach nichts besonderes mehr und leider wird es versäumt nun eine spannende Story darum herum aufzubauen. Stattdessen finden wir hier ein zweiten Band, der sich auch ab der ersten Seite wie einer anfühlt. Ein Zwischending um die spannende Einleitung mit dem fulminanten Schluss zu verbinden. Das mag für eine Fortsetzungsgeschichte eigentlich ok sein, aber hat mich doch sehr enttäuscht. Die Geschichte dümpelt einfach so vor sich herum. Die Überraschungen sind allenfalls mittelmäßig und selten überraschend. Zum Ende hin war ich dann doch kurz gefesselt, doch war das ,,große“ Finale und die Aufklärung im Vergleich zum ersten Buch wirklich nicht nennenswert. Das fand ich sehr sehr schade, da Kerstin Gier Saphirblau sehr gut gelungen war, weshalb ich nur noch größere Erwartungen hatte. Diese wurden leider enttäuscht.
Der Schreibstil ist wie gewohnt grandios. Die Autorin schafft es einfach den Leser mit ihrer witzigen, einzigartigen Art zu fesseln. Die verschiedenen Traumwelten sind fantasievoll und einzigartig gestaltet, wie bereits im ersten Band, jedoch hätten sie, meiner Meinung nach, ruhig noch mehr Zeit dort verbringen können.
Ein besonderes Highlight ist mal wieder das grüne Cover, welches Livs Traumtür zeigt. Sie ist schön verschlungen und detailreich (und erinnert mich einfach an die TARDIS, sorry ich bin geschädigt) Aber auch der schwarze Buchrücken ist noch einmal mit einem Schneeleoparden verziert und selbst auf den Seiten findet sich mitunter Dekoration. Das Buch ist so aufwendig und mit so viel Liebe gestaltet, dass alleine das Blättern und Ansehen eine reine Freude ist. 

Fazit:

 

Es scheint jetzt vielleicht so, als würde ich kein gutes Haar an diesem Buch lassen und es stimmt, ich habe eine Menge Kritikpunkte. Dies liegt vor allem daran, dass Kerstin Gier mich mit ihren anderen Büchern, vor allem der Edelstein-Trilogie, verwöhnt hat und ich deshalb sehr enttäuscht bin, dass dieses Buch nicht geschafft hat mich zu überzeugen. Natürlich ist der zweite Band immer der schwächste, dennoch wünscht man sich doch eine zum ersten Teil vergleichbar gute Geschichte. Ich habe, trotz meiner Kritiken, das Buch an einem Wochenende durchgelesen (für den ersten Teil habe ich nur einen Tag gebraucht) und war wieder gefesselt von Kerstin Giers Schreibstil. Ihre Beschreibungen und Darstellungen sind toll und sie schafft es wirklich einen zu fesseln. Es hat trotz allem Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und ich freue mich auf Band drei, dessen Story dann hoffentlich die Schwächen des zweiten Bandes vergessen lassen.

 Copyright © Julia

Kommentare:

  1. I really like this!
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  2. Wie schade das dir das Buch nicht so recht gefallen hat :/
    Ich habe den ersten Teil geliebt, allerdings bisher eher mittelmäßige Bewertungen zum zweiten Band gelesen.
    Ich denke ich werde ihm allerdings trotzdem eine Chance geben, Kerstin Giers Schreibstil allein ist die Lektüre eigentlich immer schon wert :)

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